Hälfte des Lebens

mit gelben birnen hänget
und voll mit wilden rosen
das land in den see
ihr holden schwäne
und trunken von küssen
taucht ihr das haupt
ins heilig-nüchterne wasser

weh mir, wo nehm ich,
wenn es winter ist
die blumen und wo
den sonnenschein und
schatten der erde ?
die mauern stehen
sprachlos und kalt im wind
klirren die fahnen.

(Fr. Hölderlin)


Drachensteigen

manchmal
habe ich Lust
all meine Sorgen
und Ängste
wie einen Drachen
in die Luft zu schicken
und vom Wind
tragen zu lassen

was aber
wenn es
windstill
ist

(S. Schnalle)
 


nächstes Gedicht
back to Sabines Homepage