SehnsuchtAch, aus dieses Tales Gründen, die der kalte Nebel drückt,
könnt' ich doch den Ausgang finden, ach wie fühlte ich mich beglückt !
Dort erblick ich schöne Hügel, ewig jung und ewig grün !
Hätt' ich Schwingen, hätte ich Flügel, nach den Hügeln zög' ich hin.Harmonien hör' ich klingen, Töne süßer Himmelsruh,
und die leichten Winde bringen mir der Düfte Balsam zu.
Goldne Früchte seh' ich glühen, winkend zwischen dunklem Laub,
und die Blumen die dort blühen werden keines Winters Raub.Ach wie schön muß sich's ergehen, dort im ew'gen Sonnenschein,
und die Luft auf jenen Höhen, o wie labend muß sie sein !
Doch mir wehrt des Stromes Toben, der ergrimmt dazwischen braust;
seinen Wellen sind gehoben, daß die Seele mir ergraust...Einen Nachen seh ich schwanken, aber ach, der Fährmann fehlt.
Frisch hinein und ihne Wanken ! Seinen Segel sind besellt.
Du mußt glauben, du mußt wagen, denn die Götter leih'n kein Pfand;
nur ein Wunder kann dich tragen in das schöne Wunderland.(Friedrich Schiller)
(...von "Wild Silk" vertont auf dem Album "Touch of a rainbow")